Wann fängt Weihnachten an?

„Wenn der Schwache
dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke
die Kräfte des Schwachen liebt, 
wenn der Habewas
mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute
bei dem Stummen verweilt
und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise
laut wird
und der Laute
still,
wenn das Bedeutungsvolle
bedeutungslos,
das scheinbare Unwichtige
wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel
ein winziges Licht
Geborgenheit
helles Leben verspricht
und du zögerst nicht,
sondern du
gehst
so wie du bist
darauf zu,
dann,
ja dann
fängt Weihnachten an.“

von Rolf Krenzer

Mit vorweihnachtlichen Grüßen,
Katrin – die Feuerfrau

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An die Mondenkinder

An die Mondenkinder – oder –
Wie das Agnihotra Feuer zu mir kam.

„Es war einmal vor sehr langer Zeit.
Es könnte erst gestern gewesen sein.
Es war zu der Zeit,
als die Mondin sich in ihrer ganzen Schönheit, Kraft und Wärme zeigte.
Sie spielte gerade mit dem roten Feuerdrachen am Himmelszelt.

In ihrem glänzenden Licht trafen sich die Mondenkinder.
Sie trafen sich hier auf der Erde.
Im Spielen und Singen im Lachen und Weinen zeigten sie sich in ihrer vollen Schönheit.
Sie zeigten sich in der Tiefe ihrer Gefühle.
Sie berührten einander mit ihren Worten, mit ihren Visionen und ihrem gelebten Sein.

Zu dieser Zeit war ich ganz die Mondenfrau – eine Mondenkind – die Tochter der Sanften und Kraftvollen.

Wir spielten das Spiel des Lebens draußen auf der Wiese
Vater Sonne lächelte uns zu
und erstrahlte in Liebe zu seiner Frau der sanften und kraftvollen Mondin.
Der Mutter der Wasser, der Seen, Flüsse und Bäche,
der Mutter der Tränenströme und Freudentränen,
der Mutter der reinigenden Wasser.

Sie nahm sein Licht und seine Liebe dankbar an
und gab sie weiter an all ihre Kinder.

Zu dieser Zeit also war unter den spielenden Kindern noch eine weitere Mondenfrau.
Vielleicht war es der rote Feuerdrache, der sie stupste –
wer kann das sagen.
Auf jeden Fall erkannte sie mich.
Sie sagte, du bist doch die, die die Wasser kennt,
das Auf und Ab der Wellen das Wachsen und Sterben der Mondin,
du trägst es in dir das Feuer,
ich sehe den Phönix,
er putzt sich gerade das Federkleid,
dann breitet er seine Flügel aus
um sich in die Lüfte zu erheben…

Nimm diese Feuerschale –
Von Menschen gemacht
mit heilen Händen und heilen Gedanken.
Nimm diese Feuerschale,
die Kraft von Vater Sonne kennen zu lernen,
zu feiern und in die Welt zu tragen.
Sei eine Hüterin des Feuers.
Sei eine Feuerfrau.
Denn auch du bist eine Tochter der Sonne.

So verliebt sich auch Mutter Mondin
Immer wieder in ihren strahlenden, kraftvollen, impulsiven Mann.

Entzünde ein Feuer zu Ehren von Vater Sonne zu Reinigen die Welt.
Lass sie sterben, auf dass sie neu geboren werde für alle Kinder dieser Erde.
Entzünde ein Feuer jeden Morgen zur Begrüßung von Vater Sonne.
Entzünde ein Feuer jeden Abend zum Abschied von Vater Sonne.“

© Katrin Lippmann 20.11.17

So ist es.
Ich bin die Feuerfrau.
Ich bin eine Tochter der Sonne.
Ich bin ein Mondenkind.

Mit leuchtenden Sonnengrüßen aus der dunkelsten Nacht des Jahres,

Katrin – die Feuerfrau

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PPS: Liebe Heike Hild, vielen Dank für dieses zauberschöne Bild. Danke von Herzen, dass deine erste Mondenfrau sich hier zeigt. Lieben Dank von Herzen an Jessica Sommer meine Mondfrau…